BUND Kreisverband Schwalm-Eder

Der BUND in Edermünde

Der BUND Edermünde informiert: Ergebnisse des Bürgerrates Klima

Im Herbst 2024 hat in Edermünde der Bürgerrat Klima getagt. 

31 Edermünder*innen haben gemeinsam mit Expert*innen ein wichtiges Thema bearbeitet:

Flächennutzung angesichts von Klimawandel und Klimaanpassung

Die Ergebnisse (als Prinzipien und Empfehlungen) sind mehr als eine Wunschliste!

Sie geben klare Richtlinien dafür, welche Punkte bei der Flächennutzung in Edermünde in Zukunft unbedingt beachtet werden sollten, um den Klimawandel zu bremsen und seine Auswirkungen abzupuffern (Klimaanpassung).

Der Klimarat hat sehr deutlich darauf hingewiesen, dass sich der bisherige Umgang mit den kostbaren Flächen drastisch ändern muss:
Zum Wohle aller Bürger*innen, besonders aber der Kinder und Senioren, die die Folgen des Klimawandels jetzt und in Zukunft in ihrer ganzen Auswirkung zu spüren bekommen.

Der BUND Edermünde bedankt sich bei den Mitgliedern für ihre herausragende Arbeit !


 

Übersicht der Ergebnisse:

Prinzip 1: Klima als Entscheidungskriterium für Flächennutzung verankern

1. Einen „Klimacheck“ einführen

2. Ein zukunftsgerichtetes Wassermanagement Konzept erstellen

3. Regenwassernutzung fördern und forcieren

4. Infrastruktur modernisieren und Klima resilient aufstellen

5. Klimaschutzmanager*in einstellen

6. Aktionsplan Edermünde umsetzen

Prinzip 2: Edermünde soll grüner werden – Klimaanpassung, Artenvielfalt und Lebensqualität stärken

7. Gemeinde Edermünde als grüner Vorreiter

8. Gärten nachhaltig begrünen

9. Gewerbliche Grünflächen nachhaltig gestalten

Prinzip 3: Netto-Null Norm – Möglichst viel entsiegeln, möglichst wenig versiegeln

10. Mehr entsiegeln als versiegeln

11. Nachhaltigkeitskriterien für Unternehmen einführen

Prinzip 4: Flächenentwicklung durch Dialog: Wir, Bürger*innen gestalten mit!

12. Zu Vorhaben der Flächenentwicklung und Beteiligungsmöglichkeiten informieren

13. Dialoge zur Doppelnutzung von Flächen organisieren

14. Gemeinschaftliche Aktionen zur

Begrünung fördern

15. Niedrigschwellige Möglichkeiten der Online-Beteiligung anbieten

16. neue Wohnformen und Vernetzung fördern

Mehr Infos und der komplette Abschlussbericht hier:

edermuende.de/politik/buergerrat-klima/


 

 

Freiwilliges Jahr im Umweltschutz

FÖJ

Shoppen wie die Superreichen

der BUND Edermünde informiert

Sie ist überall: Die Werbung für Podukte zu Schleuderpreisen!

Handys, Tablets, Kleidung, Spielzeug, Küchenutensilien...alles fast oder ganz geschenkt!

TEMU, Shein, Alibaba und Co versprechen, dass wir ALLES auf einmal haben können! Wer will das nicht?

Leider gibt es mal wieder ein dickes ABER: Die Produkte sind gefährlich.

In Tests und Untersuchungen fallen immer wieder billigste Produkte aus Fernost durch extreme Schadstoffgehalte, gefälschte Prüfsiegel und gravierende Sicherheitsmängel auf.

Im Dezember 2024 ließ der BUND Partyartikel von Billig-Onlineplattformen untersuchen. Mehr als die Hälfte der Artikel enthielt verbotene Schadstoffe, die nachgewiesen krebserregend und umweltschädlich sind -teilweise in großen Mengen! 

Aber wieso bekommt man diese Probleme nicht in den Griff?


 

2023 hat der BUND ein Rechtsgutachten zur Produktsicherheit im Onlinehandel erstellen lassen.

Fazit: Für Sendungen mit angegebenem (!) geringem Wert fällt kein Zoll an. Hier wird daher kaum kontrolliert.

4,6 Milliarden solcher Sendungen gelangten allein 2024 in die EU! 

Das Risiko, bei illegalen Importen erwischt zu werden, ist aufgrund der enormen Anzahl fast null.

Händler, die sich korrekt verhalten, haben einen riesigen Wettbewerbsnachteil.

Die Gesundheit der Käufer wird bewusst gefährdet – auch bei Kleidung, Spielzeug, Trinkflaschen etc für Kinder!

Erster Hinweis ist oft ein deutlicher Geruch nach „Chemie“.

Wissen sollte man auch: Bei Direktimporten gilt der Käufer als Importeur und haftet bei Verstößen unter Umständen persönlich.

Der BUND fordert ein schnelles Handeln der EU-Kommission zur systematischen Erfassung und Sanktionierung von Rechtsverstößen sowie ein schnelles Verbot von gefährlichen Chemikalien in Konsumprodukten.

Die EU-Verordnung (EU) 2022/2065 (digital services act, DSA) ermöglicht Strafen von bis zu 6 % des Umsatzes: Das würde den illegalen Händlern richtig weh tun!

Sicher ist: Manche Online-Händler sind zu Milliardären geworden – doch selbst würden sie ihre gefährlichen Artikel niemals kaufen!


 


 

Linksammlung:

 

Meldung der EU-Kommission zur Problematik des Onlinehandels von 2/2025:

https://commission.europa.eu/news-and-media/news/tackling-challenges-e-commerce-imports-2025-02-05_de

 

BUND-Rechtsgutachten 2023:

https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/rechtsgutachten-onlinehandel/

 

BUND Artikel zur Problematik und möglichen Gegenmaßnahmen:

https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/shein-temu-co-eu-schiebt-illegalen-billigimporten-den-riegel-vor/

 

 

Test von Partyartikeln 12/2024:

https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/giftiges-silvester-bund-weist-schadstoffe-in-partyartikeln-nach/

Verbissschutz + Baumpflege

Verschönerung der Obstwiese

Am Samstag, 11.3.2023 hatten sich schon zum zweiten Mal in diesem Jahr groß und klein motiviert und gut gelaunt zum zweiten Pflegeeinsatz des Jahres auf der Obstwiese am Steinbuschweg eingefunden.

Vor allem die frisch gepflanzten Bäumchen aus dem Winter 2021/2022 mussten vor den Schafen geschützt werden, die zur Beweidung unserer Obstwiesen im Einsatz sind.

Bei den Schafen „unserer“ Schäferin handelt es sich um urwüchsige und geschützte Haustierrassen wie das Coburger Fuchsschaf (rote Köpfe und Beine zur hellen Wolle) und die Moorschnucke (weiße Wolle, Kopf und Beine; Verwandte der größeren und bekannteren Grauen Heidschnucke).

Sie sind genügsam und wetterfest, doch benötigen auch sie eine ganze Menge Betreuung:

Sie werden gerade in der Lammzeit mindestens einmal täglich kontrolliert, bekommen sauberes Wasser und bei Bedarf neue Weideflächen, werden vor dem Sommer geschoren und erhalten notwendige Behandlungen.

Durch die Schafe wird nicht nur das Gras auf den Obstwiesen kurz gehalten (was ansonsten eine sehr aufwendige Arbeit wäre), sondern sie sorgen durch ihre spezielle Art des Beweidens und ihren „Dünger“ zum Schutz des Bodens und zu einer großen Artenvielfalt auf den Flächen bei.

Aber sie knabbern eben auch gerne an den Bäumen, und gerade für die jüngeren Bäumchen wäre dies ganz schnell tödlich.

 

Früher haben wir die Bäume lediglich mit Drahtgeflecht am Stamm vor den Schafen geschützt.

Das hält eine Weile, bis die Bäume dicker werden und der Draht einwächst, oder die Schafe den Draht runtertreten und die Rinde anfressen.

 

Daher hatten wir uns entschieden, nach und nach alle Bäume mit dreibeinigem Verbisschutz, Latten oben und unten, stabilem Draht und zusätzlicher Drahthose innen auszustatten.

Das ist aufwendig, aber unterm Strich dauerhafter und sicherer.

Mittlerweile sind fast alle Bäume auf der Obstwiese so ausgestattet.

 

Parallel wurden Pflegeschnitte durchgeführt. Dabei wurde diesmal verstärkt Fruchtholz entfernt, da in den letzten Jahren immer wieder durch starken Fruchtbehang Äste abgebrochen sind.

 

Die ausgeschnittenen Zweige haben wir in Absprache mit der Schäferin, deren Tiere die Weide pflegen, in mehreren Reisighaufen aufgeschichtet, so dass hier Insekten und andere Kleintiere Schutz finden können. Solche kleinen „unordentlichen“ Rückzugsorte sind gerade in der Brutzeit lebenswichtig auch für Vögel, um noch Nahrung für sich und ihren Nachwuchs zu finden.

In einer Umgebung mit großen „bereinigten“ landwirtschaftlichen Flächen, den noch wenig bepflanzten Gärten des Neubaugebietes und dem stark ausgedünnten Wald neben der Schafweide zählt jedes kleine Versteck für die Artenvielfalt.

Hier möchten wir auch Gartenbesitzer ermutigen, mit einheimischen Hecken und Bäumen, Insektenhotels und Vogelnistkästen die Natur wieder dichter ans Haus zu holen und sich an Schmetterlingen und Vogelgesang zu erfreuen.

Die beliebten Mähroboter sollten am besten nur tagsüber laufen, da auch „sichere“ Modelle immer wieder Tiere schwer verletzen (Igel und ihre Jungtiere, aber auch alle anderen, die nicht schnell genug fliehen können).

 

Am Samstag 29.2.2023 fand dann der dritte Pflegedurchgang des Frühjahrs statt.

Diesmal ging es noch einmal darum, die Obstbäume endgültig fit zu machen für die baldige Ankunft der Schafe mitsamt Lämmern auf der Wiese.

Auch bei einigen älteren Bäumen musste der Verbissschutz teilweise erneuert oder erweitert werden.

Zudem wurde bei einigen Bäumen der Bereich um den Stamm (die sogenannte Baumscheibe) aufgelockert und wo nötig mit Bodenaktivator vermischt (hierbei handelt es sich um ein Granulat aus Mineralstoffen und organischen Substanzen zur Bodenverbesserung und -lockerung).

Die Infotafel an der Obstwiese hat einen neuen Anstrich bekommen, der ein echter Hingucker ist, Dank an unser Mitglied Ulrich Zanelli!

Insgesamt nimmt der Frühling dieses Jahr etwas bedächtiger Fahrt auf als in den letzten Jahren (sprich, es ist nicht so heiß), und es hat ab und zu Regen gegeben, was den Pflanzen gut getan hat. Mit den wärmeren Temperaturen und der Maisonne dürfte es dann mit dem Wachstum auch beim Gras richtig losgehen.

Wir hoffen auf genug Niederschlag nach dem Dürrejahr 2022, das allen Pflanzen und Tieren schwer zugesetzt hat und wo die frisch gepflanzten Bäumchen immer wieder gewässert werden mussten. Als zusätzlichen natürlichen Wasserspeicher und Schutz gegen Verdunstung haben manche Bäume bei der Schafschur 2022 einen "Mantel" aus Schafwolle bekommen, hierfür danke an die Schäferin!

Es wird in 2023 noch weitere Pflegeeinsätze und gesellige Treffen auf den Streuobstwiesen bei Haldorf geben.

Im Sommer werden wir bei schönem Wetter ein kleines Fest ohne Leiter, Säge und Schere organisieren, um uns an den Früchten der Arbeit zu erfreuen.

Wir freuen uns über Teilnahme von Naturfreunden aller Altersstufen an Einsätzen und Treffen. Gerade für Kinder gibt es immer jede Menge zu tun und zu entdecken. Auch Baumpflege könnt ihr bei uns erlernen.

Wer einmal zuschauen oder gar helfen möchte und vielleicht im Herbst Interesse an der gemeinsamen Ernte hat (letztes Jahr wurden auch große Mengen leckerer Saft produziert!), ist uns herzlich willkommen!

 

Die öffentlichen Termine findet ihr ab jetzt auch als Aushang an den Infotafeln!

 

Zur Info:

Der BUND Kreisverband Schwalm-Eder und der BUND Ortsverband Edermünde haben eine neue Website:

 

https://www.bund-schwalm-eder.de/

https://www.bund-schwalm-eder.de/der-bund-in-edermuende/

 

Wer also mal schauen möchte, was sonst im Bereich Umwelt-und Naturschutz im Kreis los ist kann sich hier informieren, und auch gerne Kontakt zu uns aufnehmen.

Bilder aus 2023

Bäume pflanzen

in 2020

Im Herbst 2020 pflanzte der BUND Edermünde 14 kleine Bäume inmitten der Landschaft.

Feldahorn, Wildkirsche, Vogelbeere, Traubenkische und Baumhasel.

Arten die hoffentlich den schwierigen, regenarmen Klimabedingungen trotzen können.

Kleine Bäume sind preiswerter, leichter zu handhaben und haben bessere Anwuchschancen.

Bäume pflanzen macht richtig Spaß !!!!

 

Wir wollen die Bäume auch noch mit Hinweisen auf Informationen zu Baumarten und BUND versehen.

Wir nannten es in der lokalen Presse „Machen statt reden, geht doch“.

Kontakt

Jörg Klinkenberg


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